Zungenband
Wir helfen, wenn’s zu kurz ist
Ein zu kurzes Zungenband ist nicht nur hinderlich, wenn es darum geht, jemandem die Zunge rauszustrecken. Vielmehr beeinflusst es so unterschiedliche Faktoren wie
- die Aussprache,
- die Nahrungsaufnahme,
- die Atmung,
- die Gesundheit des gesamten HNO-Bereichs,
- die Entwicklung der Kieferknochen und Zähne sowie
- die Körperhaltung und
- das Nervensystem.
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Die Zahnärzte Stuckenberg haben sich auf die sogenannte Frenotomie spezialisiert, mit der das Zungenband angeschnitten, verlängert und orale Restriktionen aufgelöst werden.
Wir untersuchen Ihre Kinder sorgfältig und rücksichtsvoll, klären Sie über die anatomischen Zusammenhänge auf und planen mit Ihnen die Behandlung und Nachsorge Ihrer Sprösslinge.
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Behandlung des Zungenbands
bei den Zahnärzten Stuckenberg
Getreu unserer Philosophie haben wir uns der nachhaltigen, minimalinvasiven Behandlung des Zungenbands verschrieben.
Das bedeutet für Sie:
- individuelle Beratung und Aufklärung
- sorgfältige, ganzheitliche Anamnese
- Behandlung im Netzwerk (Stillberatung, Logopädie, Osteopathie, Physiotherapie)
- Eingriff mit schonender Lasertechnik
- gewissenhafte Nachbehandlung und Betreuung
Was passiert, wenn das Zungenband zu kurz ist?
Man sagt, „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.“ Wenn die Zunge also durch ein zu kurzes Zungenband funktionell eingeschränkt ist, wirkt sich das auf jene körperlichen Bereiche aus, mit denen sie in Verbindung steht.
Aussprache und Lautbildung
Nahrungsaufnahme
Entwicklung von Kiefer und Zähnen
Atmung
Körperhaltung
Probleme im HNO-Bereich
Stress und Unruhe
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Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Frenotomie?
Wann sollte eine Frenotomie durchgeführt werden? Klare Antwort: So früh wie möglich! Im Idealfall wird das zu kurze Zungenband bereits bei einer Früherkennungsuntersuchung bemerkt. Der Vorteil einer Behandlung im Babyalter: Probleme, die durch ein zu kurzes Zungenband auftreten können, werden so bereits im Vorfeld vermieden.
Aber natürlich kann das Zungenband auch später, in der Jugend oder sogar im Erwachsenenalter noch durchtrennt werden. Einer begleitenden Betreuung durch Logopäden oder Physiotherapeuten kommt dann eine noch größere Bedeutung zu.
Die sorgfältige Nachbehandlung
Die Nachsorge nimmt einen hohen Stellenwert in der Frenotomie ein. Insbesondere bei Babys werden die Wundränder nach dem Eingriff nicht vernäht. Zur Nachbehandlung gehört daher die Wundversorgung sowie die regelmäßige Dehnung des Zungenbands, damit verhindert wird, dass die Schnittstelle wieder zusammenwächst. Gerade für Eltern von Babys bedeutet diese Nachsorge eine hohe Verantwortung. Doch es ist enorm wichtig, konsequent am Ball zu bleiben, wenn die Frenotomie den gewünschten Effekt bringen soll. Die Dehnung bei Kindern und Erwachsenen erfolgt durch das logopädische Training und die konsequente Ausführung der Übungen nach Anleitung und evt. auch ergänzend durch weitere myofunktionelle Behandlungen wie der Dentosophie.
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Wie funktioniert die Dehnung bei Babys?
Die Dehnung des behandelten Zungenbands erfolgt nach der 4-4-4-Regel: 4 Wochen lang müssen die Dehnübungen alle 4 Stunden durchgeführt und die Dehnung dabei jeweils 4 Sekunden gehalten werden. Die Dehnung funktioniert wie folgt:
- Sorgen Sie dafür, dass Ihre Hände frisch gewaschen und Ihre Fingernägel kurz sind. Handschuhe sind nicht erforderlich. Möchten Sie dennoch welche benutzen, sollten diese puder- und latexfrei sein. Eine Desinfektion der Hände sollte VOR dem Waschen erfolgen.
- Finden Sie einen Zeitpunkt, zu dem Ihr Baby entspannt ist.
- Legen Sie Ihr Baby auf den Wickeltisch, mit dem Köpfchen in Ihre Richtung. Betasten Sie mit Ihren Zeigefingern sanft die Mundwinkel Ihres Babys und schieben Sie sie zwischen Ober- und Unterkiefer. Wenn Ihr Baby die Zunge nun hebt, erreichen Sie das Zungenband.
- Drücken Sie den Unterkiefer Ihres Babys mit den Mittelfingern dann sanft nach unten. Mit den Zeigefingern biegen sie nun die Zungenspitze leicht nach oben und hinten und halten Sie sie für vier Sekunden in dieser Position.
- Versuchen Sie, die Dehnung spielerisch durchzuführen. Lächeln Sie Ihr Baby dabei an. Wenn es nicht sofort klappt, bleiben Sie in der Ruhe und versuchen Sie es erneut.
Versorgung der Wunde mit Serrapeptase
Auf Wunsch verschreiben wir Ihnen das Enzym Serrapeptase, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Es löst den Fibrinbelag, hält das Gewebe geschmeidig und verhindert so die Bildung von Narbengewebe.
Anwendung: Wenden Sie Serrapeptase an, sobald der weiße Fibrinbelag auf der Wunde zu sehen ist. Das ist meistens am zweiten oder dritten Tag nach der Behandlung der Fall. Versorgen Sie die Wunde zweimal täglich 14 Tage lang mit der pulvrigen Serrapeptase:
- Kapsel öffnen und das Pulver in ein sauberes Gefäß geben.
- Den Wattekopf eines Q-Tips anfeuchten und in das Pulver tauchen.
- Das Pulver auf die wunde Stelle/den Fibrinbelag auftragen und drei Minuten einwirken lassen.
- Danach das Zungenband dehnen und das Baby zum Stillen anlegen oder als Kind/Erwachsener die entsprechenden Übungen ausführen.
FAQ:
Ihre Fragen zur Behandlung zu kurzer Zungenbänder
Bei Babys
- Stillprobleme
- häufiges Loslassen der Brust
- sehr kurze oder eingeschränkte Zungenbewegung
- Sprachentwicklungsstörungen
- Lispeln oder Artikulationsprobleme
- Mundatmung
- Probleme beim Schlucken
- Zahnfehlstellungen
- offener Biss oder Lücke zwischen den Schneidezähnen
- herzförmige Zungenspitze beim Herausstrecken
- Zunge kommt nicht über die Unterlippe hinaus
- eingeschränkte Zungenbeweglichkeit
- Spannungsgefühl unter der Zunge
2. Desinfektion des Bereichs
3. Lösung des Bändchens mittels Laser
4. kurze Nachbeobachtung
5. Anleitung zu Nachübungen
Der Eingriff dauert meist nur wenige Minuten.
- leichte Blutung
- kurzfristige Schwellung
- vorübergehende Empfindlichkeit
- sehr selten: erneutes Zusammenwachsen
- logopädische Begleitung
- gezielte Zungen- und Schluckübungen
- ggf. myofunktionelle Therapie
- Sprachstörungen
- Zahn- und Kieferfehlstellungen
- Mundatmung
- Schluckstörungen
- Verspannungen im Kiefer- und Nackenbereich